Seit ich einmal im Februar die blühenden Mandelbäume in Marokko sah, war mein Wunsch, zu Hause auch einen Mandelbaum zu haben. Also habe ich einen besorgt. Er blühte, es gab ein paar Mandeln, er wurde umgetopft und wieder umgetopft. Im letzten Herbst dachte ich, dass ich nun den richtigen Ort gefunden habe. Dort soll er tiefe Wurzeln machen können und grösser werden. Zum letzten Mal also wurde er in neue Erde gesetzt. In diesem Frühling dachte ich, dass er nun gestorben sei. Nur vertrocknete Äste, ganz wenige Blüten. Ich war traurig. Ich habe ihn so dort stehen gelassen, weil ich nicht weiter wusste. Beim Giessen im Sommer sah ich neue Äste, neue Blätter. Meine Freude war gross und grösser noch die Hoffnung auf neue Blüten im nächsten Frühling. Der Wurzel sei Dank!
Wir sind nun an der Umsetzung der Vision. Zwei Aufträge für Teilprojekte sind verabschiedet, die Mitglieder der Teilprojekte stehen fest. Es wird konkreter und konkreter werden so auch mögliche und anstehende Veränderungen in unserer Kirche in Basel-Stadt. Das kann einen etwas traurig machen oder vielleicht auch Angst einflössen. Jetzt denke ich an den Mandelbaum und bin überzeugt, dass analog zu ihm auch in unserer Kirche neue Blätter und Blüten entstehen werden. Neben dem, was wir vielleicht auch zu verlieren glauben. Analog zu den tragenden Wurzeln eines Baumes ist unser Fundament unser christlicher katholischer Glaube. Der trägt und ist nicht wegzunehmen. Gott sei Dank!
Sarah Biotti, Co-Leitung Pastoralraum Basel-Stadt