Kirchensteuern in Basel Stadt - wie funktioniert das?

In Basel-Stadt sind die evangelisch-reformierte, die römisch-katholische, die christkatholische Kirche, sowie die israelitische Gemeinde als „öffentlich-rechtliche Persönlichkeiten“ nach § 126 der Kantonsverfassung anerkannt. Sie dürfen damit Steuern erheben. Es sind nur natürliche Personen mit Mitgliedschaft in einer anerkannten Religionsgemeinschaft kirchensteuerpflichtig – juristische Personen also nicht.

Erhoben werden die Steuern in Basel-Stadt von den Kirchenverwaltung selbst. Damit ist für den Steuerzahler sehr transparent, dass es sich nicht um einen Teil der staatlichen Steuern handelt.

Berechnet wird die Steuer nach der tatsächlich geschuldeten Kantonssteuer. Der Steuerfuss wird vom Kircheneigenen Parlament festgelegt und liegt derzeit bei 8%. Der Steuerfuss wird nicht periodisch überpüft und ist auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Anders als in anderen Kantonen knüpft die Kirchensteuer in Basel Stadt nur an eine Steuerart an, nämlich an die Einkommensteuer.

Im Vergleich zwischen den Kantonen lässt sich ganz nüchtern feststellen dass Basel Stadt in Bezug auf Steuersubjekte (ohne Juristische Personen), Transparenz (Erhebung durch die Kirchenverwaltung), Anknüpfung und Berechnung (nur der tatsächlich geschuldete Betrag einer Steuerart), sowie einem eher niedrigen Steuerfuss (zum Vergleich der Kirchensteuersätze) eine  bescheidene Praxis übt.