Wer darf Steuern erheben?

In Basel-Stadt sind die evangelisch-reformierte, die römisch-katholische, die christkatholische Kirche, sowie die israelitische Gemeinde als „öffentlich-rechtliche Persönlichkeiten“ nach § 126 der Kantonsverfassung anerkannt. Sie dürfen damit Steuern erheben.

Wer ist steuerpflichtig?

Es sind nur natürliche Personen mit Mitgliedschaft in einer anerkannten Religionsgemeinschaft kirchensteuerpflichtig – juristische Personen also nicht.

Wer erhebt in Basel-Stadt die Steuern?

Erhoben werden die Steuern in Basel-Stadt von den Kirchenverwaltung selbst. Damit ist für den Steuerzahler sehr transparent, dass es sich nicht um einen Teil der staatlichen Steuern handelt.

Wie wird die Steuer berechnet und wie hoch ist der Steuerfuss?

Berechnet wird die Steuer nach der tatsächlich geschuldeten Kantonssteuer. Der Steuerfuss wird vom kircheneigenen Parlament (der Synode) festgelegt und liegt derzeit bei 8%. Die Synode wird von den Kirchenmitgliedern gewählt. Der Steuerfuss wird nicht periodisch überpüft und ist auf unbestimmte Zeit geschlossen.

An welche Steuerart knüpft die Kirchensteuer an?

Anders als in anderen Kantonen knüpft die Kirchensteuer in Basel Stadt nur an eine Steuerart an, nämlich an die Einkommensteuer.

Wer so wenig verdient dass er weniger als CHF 1250 an Einkommensteuer zahlen muss, erhällt gar keine Steuerrechnung. Wer nachweisen kann, dass er in einem wirtschaftlich besonders schweren Jahr steckt und ausnahmsweise die Kirchensteuer nicht bezahlen kann, kann ein (Teil-)Erlassgesuch an unsere Steuerabteilung einreichen.

Kantone im Vergleich

Im Vergleich zwischen den Kantonen lässt sich feststellen, dass die Kirchenverwaltung in Basel-Stadt in Bezug auf Steuersubjekte (ohne juristische Personen), Transparenz (Erhebung durch die Kirchenverwaltung), Anknüpfung und Berechnung (nur der tatsächlich geschuldete Betrag einer Steuerart), sowie einem eher niedrigen Steuerfuss (zum Vergleich der Kirchensteuersätze) eine bescheidene Praxis übt.