Wissenswertes zum freiwilligen Engagement in der RKK

Freiwillige Arbeit hat viele Gesichter
Freiwillige Arbeit hat viele Gesichter

Freiwilliges Engagement, Benevol, Volunteering - wie man es auch bezeichnen will, gemeinhin wird darunter altruistisches Handeln verstanden, bei der eine Einzelperson oder eine Gruppe freiwillig und unentgeltlich Arbeit leistet. Wer sich vergegenwärtigt, welch wichtige Aufgaben in der RKK BS von freiwillig tätigen Personen übernommen werden, wird den hohen Stellenwert dieser Einsätze nicht in Frage stellen. Nicht nur die staatskirchlichen Gremien wie z.B. Pfarreiräte, Synode, Kirchenrat bauen auf Benevolengagement auch im Bereich der Seelsorge und im Bereich allgemeiner Organisation wie Abwarts- und Sigristentätigkeiten wird ein grosser Anteil der Arbeit im Ehrenamt geleistet.

Was uns in dieser Situation Mut machen kann, sind Studien, die ehrenamtliche Arbeit als persönliche Ressource, ja gar als wichtigen Faktor in der Work-Life Balance identifizieren. Aufgaben für eine Organisation zu übernehmen, mit der ich mich stark identifiziere, dadurch persönliche Wertschätzung zu erfahren und einen Beitrag zu etwas Gutem zu leisten. Dass Menschen Kraft und Lebensfreude. Konkret kann das heissen, dass eine Person die zu 100% beschäftigt ist und sich nebenher noch 20% ehrenamtlich engagiert, eine höhere Lebenszufriedenheit sowie eine höhere Widerstandskraft gegen stressreiche Phasen hat, als eine Vergleichsperson, die sich nicht nebenberuflich engagiert.

Welches sind aber die Voraussetzungen für solch segensreiche Wirkung ehrenamtlicher Tätigkeit? Unter der Vielzahl von möglichen Faktoren sind meines Erachtens nach 2 ganz besonders wichtig:

Professionalität durch klare Absprachen

Ehrenamtliche Arbeit ist nicht weniger Wert als bezahlte. Sie ist nicht weniger professionell. Sie ist nicht weniger zielgerichtet. Für die Selbstwahrnehmung der ehrenamtlich Engagierten wie auch für die äussere Wertschätzung ist dies extrem wichtig. Voraussetzung sind klare Absprachen und Zuständigkeiten gerade im Miteinander zwischen angestellten Personen und Benevol tätigen. Wer hat welche Aufgabe? Was muss wann erledigt werden? Wer ist mein Ansprechpartner? Je dauerhafter das ehrenamtliche Engagement ist, desto stärker ist zu einem schriftlichen Festhalten von Aufgaben- und Verantwortungsbereich zu raten. In diesem Rahmen können dann auch Versicherungsfragen, sowie die Frage nach der Dokumentation der Arbeit und allfälligen Weiterbildungsmöglichkeiten geklärt werden.

Ehrliche Wertschätzung

Wenn die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen Personen gut ist, spüren sie dies selbst, bekommen oft in vielen kleinen Schritten informell positives Feedback. Das Gefühl wirklich etwas zu bewegen verstärkt sich. Dennoch sollte auch formell in geeigneter Weise für Einsätze gedankt werden. Hier kommt es nicht auf wertvolle Geschenke an, sondern auf ehrliche Wertschätzung die auf dem Wissen fusst, was tatsächlich geleistet wurde.

Matthias Schmitz

(Informationsbeauftragter Kirchenrat)