Pastoralraumleitung Béatrice Bowald & Stefan Kemmler
Pastoralraumleitung Béatrice Bowald & Stefan Kemmler
Das Leitungsteam des Pastoralraums
Das Leitungsteam des Pastoralraums

"Die Kirche in Basel-Stadt versteht sich als Beteiligungskirche, d.h. sie ist getragen vom
Engagement und den Charismen von Haupt- und Ehrenamtlichen und zahlreichen
Freiwilligen, die an Entscheidungsprozessen sowie deren Umsetzung beteiligt sind.
Verantwortlichkeiten werden im Sinne des Subsidiaritätsprinzips wahrgenommen, um
Überschaubarkeit und kirchliches Leben im Nahraum gewährleisten zu können."

Subsidiarität, was heisst das? Alle Aufgaben, die auf einer direkteren Ebene organisiert und gelöst werden können, werden dort gelöst. DIe Pastoralraumleitung übernimmt die wenigen Aufgaben, die übergreifend für den Gesamtpastoralraum geregelt werden müssen.

 

Das Vertrauen in Marias Hände

Pfr. Stefan Kemmler
Pfr. Stefan Kemmler

Der Pastoralraum Basel-Stadt ist errichtet und es gibt noch einiges zu tun. Der Pastoralraumpfarrer Stefan Kemmler (Pfarrer von St. Anton) gibt Auskunft.

Stefan Kemmler, Sie haben strenge Wochen hinter sich. Haben Sie in letzter Zeit gut geschlafen?

Ich schlafe eigentlich fast immer gut. Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht zu wenig schlafe. Da habe ich mittlerweile etwas gelernt, auf meinen Körper zu achten. Ich mache dabei die Erfahrung, dass die Zeit zwar nicht für alles reicht, aber für alles, was notwendig ist.

Wie zufrieden sind Sie, wenn Sie auf die letzten Wochen der Errichtung des Pastoralraums Basel-Stadt zurückblicken?

Ich bin sehr zufrieden. Es ist gelungen, völlig unterschiedliche Menschen zusammenzubringen. Am meisten freut mich, dass der Pastoralraum am Gedenktag des „Herzens Mariens" errichtet wurde und wir die Zukunft der Kirche in Basel ihren mütterlichen Händen anvertrauen konnten.

Hand aufs Herz, gab es auch Ängste und Zweifel?

Unsicherheiten gibt es immer, wenn man mit Leuten zusammenarbeitet, die manchmal sehr spät mit ihren Ideen kommen. Aber ich bin ja selber auch so und daher geübt im Umgang damit. Ein Wort von Sr. Ruth Pfau, Lepra-Ärztin, gefällt mir da sehr gut: „In der Regel geht alles gut.“ Aber wenn sich diese Güte erst im letzten Moment zeigt, dann werden die Nerven schon etwas belastet.

Welches waren bis heute die grössten Knackpunkte?

Die schönste Herausforderung war es, die Gläubigen der verschiedenen Sprachen und Kulturen mit der hier dominierenden deutsch-schweizerischen Kultur in Berührung zu bringen. Dabei war es manchmal fast zum Verzweifeln, wenn Leute einfach nicht sehen wollten (und daher auch nicht konnten), was schon da ist oder bald ohnehin sein wird. Ebenso herausfordernd war die Erwartung, dass das Resultat des Prozesses schon am Anfang sichtbar sein sollte.

Wie beurteilen Sie die generelle Akzeptanz?

Diese erachte ich als sehr gut. Das liegt vor allem daran, dass es im Pastoralraum gelungen ist, das aufzunehmen, was gut läuft und den Menschen wichtig ist. Der Pastoralraum wird sicher die Menschen wo immer möglich in der Ausübung ihres Glaubens unterstützen.

Wo sehen Sie die nächsten Herausforderungen?

Das ist für mich der Übergang von einer Erwartungshaltung („die Kirche müsste…“) zum begeisterten, leidenschaftlichen Zeugnis des Glaubens („Welchen Beitrag kann ich geben, damit die Liebe Gottes erfahrbar wird“).

Welches sind die nächsten Schritte?

Wir wollen auf der guten Grundlage weiterbauen. Der Akzent soll dabei auf Beziehung und Vertrauen liegen. Am meisten liegt mir dabei am Herzen, dass viele Menschen in ihren Sprach-, Ritus- und Kulturgemeinschaften Heimat finden und zugleich gemeinsam in der Welt von heute Zeugnis geben für den gütigen Gott.

Interview: Meinrad Stöcklin
Foto: Carsten Gross

 
Andrea Albiez Rektorin RKK Direkt: 061 690 28 81
Sarah Biotti Leitung Spezialseelsorge, Diakonie Mobil: 079 174 18 93
Béatrice Bowald Stellvertretung Pastoralraumleiter Direkt: 061 692 43 44
Stefan Kemmler Patoralraum Pfarrer Direkt: 061 386 90 60
Johannes Schleicher Fachbereichsleitung Spiritualität Direkt: 061 695 80 42